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Dieser Schritt konzentriert sich auf die strategischen Unternehmensrisiken
und die Darstellung der Ist-Risiko-Situation des Unternehmens. Informationslieferanten
sind die Geschäftsführung und zentrale Entscheider der einzelnen
Unternehmensbereiche. Ziel ist es, eine dokumentierte Risikostrategie
als Ausgangsbasis festzulegen. Dabei stehen die vorhandenen Kontrollmechanismen
sowie die Risiko-Steuerungsmaßnahmen im Vordergrund. Die im ersten
Schritt definierte Risikostrategie wird im Rahmen der weiteren Analysen
stetig überarbeitet, um nach Abschluss der Implementierungsschritte
eine tragfähige Strategie zu erhalten.
Ausgehend von der momentanen Situation des Unternehmens ist anhand nachstehender
Fragen eine Bestandsaufnahme durchzuführen:
Wo steht mein Unternehmen derzeit?
Wie ist meine Marktposition?
Welche Abhängigkeiten bestehen für das Unternehmen?
Welche internen Prozesse und Strukturen sind zu verbessern?
Wie stellt sich die Finanzlage dar?
Wie sieht meine Personalsituation aus?
Welche Schwierigkeiten erwarte ich künftig?
Wie soll das Unternehmen künftig aufgestellt sein?
Sie sollten sich zunächst auf 3 wesentliche Risikofelder konzentrieren.

Eine spätere Zerlegung in weitere Risikogruppen ergibt
sich zwangsläufig bei der Weiterentwicklung des Risikomanagementprozesses.
Im Vordergrund stehen die strategischen Risiken, welche
die Unternehmensziele gefährden können, d.h. die Positionierung
des Unternehmens selbst und zwar extern wie auch intern.
In Form eines "Top Down" Ansatzes hilft Ihnen ein Fragenkatalog,
den Prozess der Risiko Identifizierung im Unternehmen hierarchisch von
"oben" nach "unten" zu tragen und diesen
Prozess anschließend auf die einzelnen Unternehmensbereiche auszuweiten.
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Ist das Unternehmen abhängig vom technologischen Wandel?
Ist die Unternehmenskompetenz durch substituierende Produkte gefährdet?
Ist das Unternehmen von rechtlichen Verordnungen abhängig?
Unterliegt das Unternehmen politischen Einflüssen und Entscheidungen?
Ist das Unternehmen von Großaufträgen abhängig?
Wird das Unternehmen und seine Produkte in der Öffentlichkeit
mit einem schlechten Image in Verbindung gebracht?
Bestehen Abhängigkeiten auf den Beschaffungs- / Absatzmärkten?
Unterliegt das Unternehmen größeren Preisschwankungen
auf den Finanz-, Beschaffungs- und Absatzmärkten?
Sind die internen Unternehmensbereiche hinsichtlich der Prozesse
aufeinander abgestimmt?
Ist die Produktion von häufigen Leerstandszeiten betroffen?
Ist die Produktion von einer hohen Ausschussquote betroffen?
Unterliegt die Produktion Qualitätsschwankungen?
Ist das Unternehmen von langfristiger Forschung und Entwicklung
abhängig?
Treten in den Ablaufprozessen häufig Störungen auf?
Sind die Prozessdurchlaufzeiten optimal ausgestaltet?
Sind die Aufträge mit häufigen Terminverschiebungen verbunden?
Ist das Unternehmen von einer überdurchschnittlichen Personalfluktuation
betroffen?
Sind hohe Personalfehlzeiten zu vermerken?
Besteht im Unternehmen ein Teamgeist?
Besteht eine durchgängige Kommunikationskultur im Unternehmen?
Sind Motivationslücken bei den Mitarbeitern bekannt?
Wird das Unternehmensergebnis durch Zusatzerträge aus Finanzgeschäften
beeinflusst?
Werden derivate Finanzinstrumente eingesetzt?
Gibt es häufig Zahlungsverschiebungen seitens der Kontrahenten?
Ist die unternehmerische Finanzfähigkeit gesichert?
Besteht ein mittelfristiger Finanzplan?
Gibt es eine Aufstellung der Bestandsgefährdenden Risiken?
Gibt es eine Aufstellungen der Risiken, die Einfluss auf die Vermögenswerte
haben könnten?
Besteht im Unternehmen eine angemessene Kostenkalkulation?
Besteht im Unternehmen ein Kontrollsystem?
Ist die Unternehmensnachfolge geregelt?
Werden die Führungskräfte in die Unternehmensentscheidungen
einbezogen?
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Diese Fragen sollten zur Analyse:
- des Marktumfeldes
- des eigenen Marktauftritts
- des Kundensegmentes
- der Produktpalette
- der Finanzlage
- der Eigentümerstruktur
- der internen Prozesse einschließlich der Informations-Technologie
- der Personalsituation
- der internen Kontrollmechanismen
schließlich der künftigen Risiken und Chancen
führen.
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